Rohrgelenkkompensatoren Rohrgelenkkompensatoren eignen sich sowohl für die Kompensation langer Rohrleitungsstrecken in Fernleitungen als auch bei kurzschenkligen Kessel- und Maschinenhausleitungen für ebene und räumliche Rohrleitungssysteme. Bei beengten Einbauverhältnissen sollte auch die Verwendung eines Lateralkompensators oder eckentlasteten Kompensators geprüft werden. Rohrgelenkkompensatoren und Kardangelenkkompensatoren stellen im Gegenssatz zu Axial- und Lateralkompensatoren, die selbständige Kompensationseinheiten sind, ein Bauelement dar. Mindestens zwei und höchstens drei Rohrgelenkkompensatoren bilden ein statistisch bestimmtes Gelenksystem. Ihre Wirkungsweise beruht auf einer Winkelbewegung der Stahlbälge, die in den technischen Datenblättern als zulässiger Winkelausschlag angegeben ist. Rohrgelenkkompensatoren werden im allgemeinen mit einer Vorspannung von 50 % eingebaut. Die Einbringung der Vorspannung erfolgt zwecksmäßigerweise am fertiggestellten Gelenksystem. Die Vorspannung kann unter Berücksichtigung der Einbautemperatur aus dem Vorspanndiagramm im Abschnitt "Montagehinweise" entnommen werden. Je größer der Abstand der Rohrgelenkkompensatoren gewählt werden kann, desto größere Dehnungen können von dem System aufgenommen werden bzw. um so geringer werden die Verstellkräfte. Die durch den Innendruck entstehenden axialen Reaktionskräfte werden durch die Gelenksverspannung übertragen. Kardangelenkkompensatoren haben zur Aufnahme der Reaktionskräfte ein Kardanrohrgelenk in Rundring- oder viereckiger Ausführung, wodurch räumliche Winkelbewegungen ermöglicht werden. Vorteile: |





